Lyrics

ZOMBIE CASH

Weil man Liebgewonnenes ungern aufgibt und der große Meister, Johnny Cash, nicht für alle Zeiten verloren gegangen sein soll, wird kurzerhand beschlossen, ihn mithilfe des Kuscheltierfriedhofs und einer dezenten Geisterbeschwörung in die sterbliche Welt zurückzuholen. Blöd nur, wenn Johnny keine Lust mehr dazu hat, nach der Rückkehr weiter die selben Erfolgshits mit Begeisterung vorzutragen. Und die hat Johnny auch nicht. Der Meister hat nun andere Pläne, er will sich dem weltlichen Genuss hingeben. Er möchte Fleisch und gönnt sich von nun an am liebsten frisches Menschenfleisch. Brust oder Keule ist ihm dabei egal. Wer spät nachts ein Klopfen an seiner Türe hört, sollte nicht vorschnell an den Pizzamann oder einen Freund denken. Es könnte auch Johnny sein!…

Johnny Cash ist tot, Johnny Cash ist tot,


er kommt niemals mehr zurück.


Wir haben ihn verloren, wir haben ihn verloren


an die Unendlichkeit der Zeit.


Es ist zu schade um dich, es ist zu schade um dich,


darum wollen wir deinen Geist beschwören.

Doch ich weiß aus eigener Zombiefilmerfahrung,


dass Untote nicht gerade die freundlichsten Menschen sind.


Vielleicht will Johnny gar nicht mehr Gitarre spielen,


sondern die deine Haut über deine Ohren ziehen.

Ich kenne einen Kuscheltierfriedhof, ich kenne einen Kuscheltierfriedhof,


dort kannst du in Ruhe reinkarnieren.


Es klopft an unsrer Tür, es klopft an unsrer Tür,


Johnny hat es also wirklich geschafft.


Warum siehst du uns so an, warum siehst du uns so an


als ob dein Appetit gar unstillbar wär?

Doch ich weiß aus eigener Zombiefilmerfahrung,


dass Untote nicht gerade die freundlichsten Menschen sind.


Vielleicht will Johnny gar nicht mehr Gitarre spielen,


sondern die deine Haut über deine Ohren ziehen.

DÜSTERWALD

Zombies haben derzeit thematisch nicht gerade Hochkonjunktur. Vielleicht auch ein bissl aus Neid, denn so eine Zombie-Horde kann eigentlich nichts umreißen. Kein Virus, keine Verkühlung, kein verdorbener Magen, gar nix. Und dazu gibts einen wirklich beeindruckenden Zusammenhalt in Zombie-Horden zu bestaunen. Zusammen streift man umher und zerfällt gemeinsam. Findet jemand ein Menschlein, wird sich der Mittagstisch geteilt und isst gemeinsam auch wirklich alles zusammen, damit das Wetter nicht schlecht wird. Da sollen gleich alle ein schlechtes Gewissen bekommen, die heute ihre Suppe nicht ausgelöffelt haben.

Im Düsterwald
wohnen Gestalten,
keine Rehe,
keine Elefanten.
Eine Horde,
laut und groß.
Du musst dich fürchten
fällst du in ihren Schoß.

Es sind Zombies,
sie sind zurück.
Frisch entstiegen,
welch ein Glück.
Es sind Zombies,
sie sind zurück.
Frisch entstiegen,
welch ein Glück.

Am Ende des Waldes
sehen sie Lichter
und hinter den Bäumen
Menschengesichter.
Die Freude riesig,
der Hunger groß.
Sie lassen sich treiben,
sie beißen drauf los.

Es sind Zombies,
sie sind zurück.
Frisch entstiegen,
welch ein Glück.
Es sind Zombies,
sie sind zurück.
Frisch entstiegen,
welch ein Glück.

Es sind ZOM- es sind ZOM- es sind ZOM-BIES.
Es sind ZOM- es sind ZOM- es sind ZOM-BIES.
Es sind ZOM- es sind ZOM- es sind ZOM-BIES.
Es sind ZOM- es sind ZOM- es sind ZOM-BIES.

SUSI

Bei der Verarbeitung der Erlebnisse mit einer meiner Wiener Nachbarinnen, das muss ich schon zugeben, mag es an diversen Stellen vielleicht zu mancher leichten Übertreibung gekommen sein, sicher! Ob der realen Nachbarin zum Beispiel wirklich vor den diversen Mund- und Schweißgerüchen in den Öffis Angst und Bange wird habe ich nicht selbst erlebt, ich nehme es aber stark an! Bei den vielen Vermutungen im Lied gibt es auch kleinere Halbwahrheiten, die mir aus Erzählungen bekannt sind oder die ich im verminderten Ausmaß selbst erlebt hätte, wenn ich dabei gewesen wäre. Man sieht also, die Geschichte ist bestens recherchiert!

Oh, Susi, es gibt keine neuen Kratzspuren deiner Tür
und auch mitten in der Nacht bohrt niemand daran und lacht.
Der Briefträger er erfüllt nur, erfüllt nur seine Pflicht.
Er bringt dir ein zwei Brieflein und du hast Angst,
dass er dich ersticht.

Susi, Sue, Susi, Sue

Jeden Mittwoch schrubben die Putzdamen unser Stiegenhaus.
Die Stufen werden zur Todesfalle, da gehst du gleich lieber nicht raus.
Manche U-Bahngestalten riechen nach Schweiß und Bier,
doch du bist fest der Meinung, die Stinker stinken nur wegen dir. 

Susi, Sue, Susi, Sue
Streck deine Arme aus und nimm sie nicht zurück,
lass allem freien Lauf, auch du hast einmal Glück.

Auch die Busfahrt ist für dich ein, ein rotes Tuch,
denn der Pöbel verbreitet auch dort feinsten Mundgeruch.
Nicht jeder ist ein Verbrecher und hat nur schlimmes im Sinn,
auch wenn es täglich dunkelt kommst du lebend aus der Bim.

Susi, Sue, Susi, Sue
Streck deine Arme aus und nimm sie nicht zurück,
lass allem freien Lauf, auch du hast einmal Glück.

FRANKENFISCH

Frankenfisch kehrt über den Sommer zum Silverfluss zurück. Diesen musste er vor einigen Jahren aufgrund diverser Missverständnisse verlassen. Einige Jagdfischer wollten ihm damals an die Gurgel, nachdem Frankenfisch ein paar Dutzend Schwimmer mit seiner offiziellen liebsten Leibspeise verwechselt hat: dem schmalblättrigen Speerblatt, welches am Flussboden wurzelt. Verwechslungen können passieren! Hoffentlich haben die damaligen Gegner eines mit dem Frankenfisch gemein: Er kann verzeihen!

Unten beim Silverfluss
taucht man für immer unter,

der Tauchgang ist ungewollt,
etwas zieht einen runter.

Es ist Frankenfisch,
er ist zurück,

schrecklich, schrecklich mies gelaunt

und frisst dich in einem Stück.

Nichts wird dir geschenkt,
nichts ist dir geblieben,

frisst manchmal ein Menschlein,
ist das denn übertrieben?

Es ist Frankenfisch,
er ist zurück,

schrecklich, schrecklich mies gelaunt

und frisst dich in einem Stück.
Nun machen sie Jagd auf dich,
 immer auf die Unschuldigen,

reduzierst die Anzahl der Badenden,
man müsste dir huldigen.

Im Dunkeln des Wassers
gibt es wenig Unterhaltung,

nur mit den Forellen sprichst du
über deine Herzerkaltung.

Die andern Wassertiere schwimmen dir aus dem Weg,

weil mit Frankenfisch
wird man nicht gern gesehen.

Es ist Frankenfisch,
er ist zurück,

schrecklich, schrecklich mies gelaunt

und frisst dich in einem Stück.

NACHBARHUND

Gerne nähere ich mich den bellenden Vierbeinern an (obwohl mir Katzen noch lieber sind). Der Nachbarhund allerdings bellt nicht mehr, der ist schon lange verstummt. Nicht einmal sein Herrchen hat ein paar aufmunternde Worte für ihn über, denn der schreit lieber mit dem Frauli. So bleibt dem alleingelassenen Wauwau nur das Sinnieren und er stellt sich so manche Frage. Warum werden denn beim Friseurladen um die Ecke immer die gleichen Frisuren geschnitten? Warum spielt Nachbar Klaus mit der Trompete und nicht mit ihm?…

Und still bleibt er der Nachbarhund,
weil man ihn nicht mehr ruft.
Der Nachbar selbst schreit mit der Frau
aus voller Herzenslust.

Aus dem Friseur wandeln die Damen
wie frisch aus der Fabrik.
Wie vom Fließband alle gleich
der Einheitsschnitt ist beliebt.

Klaus spielt Trompete,
Manfred zieht Posaune,
Jutta klatscht mit den Händen
und mir vergeht die Laune.

Im Bäckerladen gibt es
nur mehr hartes Brot,
weil harte Zeiten gekommen sind
und das isst man auch in der Not.

Jetzt haben sie fünf Bäume
in unserer Straße aufgestellt.
Ich stehe jeden Tag davor
und träum von einer besseren Welt.

Klaus spielt Trompete,
Manfred zieht Posaune
Jutta klatscht mit den Händen
und mir vergeht die Laune.

Freude und Dramatik sind sich nur scheinbar fremd,
sieh nur diesen fliegenden Fisch wie er zurück ins Wasser fällt.
Freude und Dramatik sind sich nur scheinbar fremd,
sieh nur diesen fliegenden Fisch wie er zurück ins Wasser fällt.

Klaus spielt Trompete,
Manfred zieht Posaune,
Jutta klatscht mit den Händen
und mir vergeht die Laune.

HOFFNUNG

Darfs ein bisserl „Hoffnung“ sein??? Ja? Dann heißt es schnell zugreifen! Denn Hoffnung kostet nicht viel und hilft einem doch ganz beträchtlich über manche Alltagshürden hinweg. Es ist halt eine Frage der Eigenmotivation! Da kannst du in der Früh bestens gelaunt das Haus verlassen und das Pech führt dich zu einer hoffnungslosen Person, die trotz großem Engagement deinerseits einfach nicht positiv auf deine Bemühungen hin reflektieren will. So kannst du mit noch so gewinnendem Lächeln bei rot über die Ampel gehen und dabei auf jemand Unausgeschlafenen oder sonstig Verstimmten treffen, der dich wegen der Ampel als Sau beschimpft (und nicht für deine gute Laune lobende Worte findet). Die Welt ist verrückt, aber die Hoffnung siegt!

Nein, Madame, ich wollte sie nicht kränken,
meine Berührung sollte sie vor der Straßenbahn zur Seite lenken.
Bevor die Bahn sie eine ein wenig zerquetscht,
denn dabei hätten sie sich wohl etwas verletzt.

Eine Freundin ging letztens bei rot über die Straße,
ein Mann sah das Geschehen und ergriff sogleich das Wort.
Er meinte, es sei rot, du Sau!
Die Freundin war überrascht und ging gedemütigt fort.

Hoffnung besteht nur für die die Hoffnung haben,
die auch einmal zu andern etwas Gutes sagen.

Du hast ein Maul wie eine Granate,
wie ein Supergau, eine zerstörerisch Begabte.
Ohne Pardon schmetterst du auf unser nieder.
Deine Stimmung ist so low
kehrt niemals gut wieder.

Hoffnung besteht nur für die die Hoffnung haben,
die auch einmal zu andern etwas Gutes sagen.